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Uhrmacher

Zeit

Befand

Katalog Nr.

 Tisch mit Tischuhr und Spielwerk

  Benedikt Fürstenfelder

 um 1725

 Raum

  44

Tisch mit Tischuhr und Spielwerk

Tisch und Uhrgehäuse in chinesischem Geschmack mit bunter Lackmalerei. Tisch mit Lambrequins und baluster-artigen Füßen, verbunden durch Spangen, die in der Mitte ein Podest tragen, auf dem ein geschnitzter Chinese sitzt. Auf der Tischplatte Stutzuhr mit mehrfach profiliertem Sockel auf eingerollten Füßchen, je zwei Säulen, verkröpftem Gebälk und je zwei Balustervasen, geschweiftem Aufsatz mit gedrückter Kuppel und bekrönender Gottheit auf einem Drachen. Gehäuse ringsum verglast. Zifferblatt oben segmentbogenförmig geschlossen, das Rankenwerk getrieben und durchbrochen. Großer, versilberter Ziffemring mit Stellscheibe des Weckers in der Mitte, oben zwei kleineren Zifferblättern, rechts für die Abstellung des Schlagwerks, links die Regulierung der Pendellänge, unten zwei Medaillons. Im oberen Kreissegment Pendel mit Rosette. Im unteren Bereich, ebenfalls durchbrochen gearbeitet, aber vergoldet und mit Seidenstoff unterlegt, inmitten von Akanthusblattwerk eine Hirschjagd. Dahinter Glockenspiel, das sechs Stücke auf neun Glocken spielt. Die Uhr wurde für die Münchener Residenz geschaffen. Für den Hof war eine Lackiererwerkstatt in Nymphenburg, Pagodenburg, tätig, die möglicherweise dieses Gehäuse fertigte (Dr. Georg Himmelheber, München).

Literatur:
Bassermann-Jordan, Die Geschichte der Räderuhr unter besonderer Berücksichtigung der Uhren des Bayer. Nationalmuseums, Frankfurt 1905, S.85, Anm. 31, 5.91, Nr.76.-Maurice Bd. II, Nr. IX mit weiterer Literatur.