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Uhrmacher

Zeit

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Katalog Nr.

 Tischuhr in Gestalt eines Tischbrunnens

  Johannes Treibler

 Mitte 17. Jahrhundert

 Raum

  142

Tischuhr in Gestalt eines Tischbrunnens

Tempiettoartiges Gehäuse über kreisförmigem Grundriß mit sechs silbernen Säulen auf geschwiften Podesten und mit verkröpftem Gesims. Darüber sechs balusterförmige Silberdocken und ein kuppeliger Aufbau, in dem horizontal die Uhr liegt. Drei geschweifte silberne Spangen tragen den gekrönten einköpfigen Adler auf der Erdkugel, der im rechten Fang das Szepter hält er und auf der Brust die Vlieskette und den österreichischen Bindenschild mit F. III (Ferdinand III.) trägt. Alle Ebenholzteile sind mit dekorativen Silberappliken oder Festons verziert. Auf dem Ebenholzkästchen der Basis die Marke EBEN und der Augsburger Stadtpyr. Aus der Mitte der Fußbodenimitation aus Ebenholz, Elfenbein, Aachat und Lapisslazuli steigt ein Glasrohr auf, durch das ursprünglich von einem in der Basis verborgenen Kupfergefäß Wasser in einen Hohlraum unter der Uhr aufgestiegen sein soll. Der dazugehörige Mechanismus fehlt. Die Bezeichnung Heronsbrunnen geht auf den griechischen Mathematiker und Naturforscher Heron von Alexandrien zurück, der um 150 - 100 v.Chr. eine Vorrichtung zum Emportreiben einer Wassersäule durch Verdichtung der Luft erfand. Unpubliziert.